Yoga-Neuling-was mache ich falsch?

Ich werde oft von KursteilnehmerInnen angesprochen, dass sie durch Yoga viele Verspannungen lösen konnten und sich um einiges besser fühlen. Manchmal bekomme ich aber auch mit, dass Leute nach der ersten Yogaeinheit ein unangenehmes Gefühl im unteren Rücken oder in den Knie- und Handgelenken haben. Das muss nicht sein... Ich gebe euch hier einige Tipps wie ihr diese Probleme vermeiden könnt bzw. sage euch wo sich bei YogabeginnerInnen kleine Fehler einschleichen.

Zuerst einmal möchte ich dir sagen, dass du nicht der oder die einzige Person bist, die dieses Problem hat. Gerade zu Beginn schleichen sich oft kleine Fehler in die Yogapraxis ein. Das ist ganz normal, denn zum einen sind dir die Yogaübungen noch nicht wirklich bekannt und zum anderen gibt es soooooo viele kleine Details in jeder Position auf die man aufpassen soll, dass du hier leicht mal überfordert sein kannst. Das geht echt am Anfang allen so :-) Also nicht aufgeben und verzagen sondern weiter machen und folgende Empfehlungen beachten.

Hier ein paar nützliche Tipps, die dir bestimmt helfen werden

Knie leicht gebeugt lassen

In meinen Stunden kann ich es nicht oft genug sagen: bitte die Knie leicht gebeugt lassen! Dies insbesondere bei Asanas wie Herabschauender Hund oder Tiefe Vorbeuge (Uttanasana) und Gerader Rücken (Ardha Uttanasana). Durch unsere täglichen sitzenden Berufe oder einseitige Bewegungen im Alltag sind die Beinrückseiten oft verkürzt. Ich kann dir versichern, dass es dir dein Rücken danken wird, wenn du bei diesen Asanas deine Knie etwas gebeugt lässt. Auch wenn es andere neben dir nicht machen - schau hier wirklich nur auf dich und deine Gesundheit!

Matte falten (doppelt) oder etwas Weiches (Polster, Decke, etc.) unter dein Knie legen

In Positionen bei denen ein oder sogar beide Knie abgelegt werden, hast du immer die Möglichkeit etwas Weiches unterzulegen. Deine Yogamatte ist sehr dünn und gerade bei Yoga-Neulingen oder Personen mit empfindlichen Knien treten sonst durch diese ungewohnte Belastung auf die  Kniescheibe leichte Schmerzen auf . Am besten du hast immer etwas passendes in Reichweite, was du spontan unterlegen kannst.

Geh nur so tief wie es sich gut für dich anfühlt - kein falscher Ehrgeiz

Ich weiß, dass es oft schwer fällt auf die eigenen Grenzen zu hören, wenn man sieht wie tief andere KursteilnehmerInnen in manchen Positionen gehen können. Ich schließe bei Dehnungen oft meine Augen, damit ich wirklich in meinen eigenen Körper hineinspüren kann und meine Grenzen besser wahrnehmen kann. Manchmal sehe ich, dass bei der tiefen Vorbeuge (Uttanasana) mit Druck oder Geschwindigkeit gearbeitet wird, um noch ein Stück tiefer zu kommen oder den Kopf zu den Knien zu pressen... lass das am besten bleiben und gehe nur so weit runter wie es sich angenehm anfühlt für dich und lass dabei deine Knie, wie bereits oben erwähnt, leicht gebeugt.

Handgelenke entlasten

Da du es wahrscheinlich nicht gewohnt bist so viel auf deinen Handgelenken zu sein, wie in Yogastunden, kann es leicht sein, dass diese am Anfang etws "überfordert" sind. Das hatte ich am Anfang auch. Das ist völlig normal. Nach der Yogastunde die Handgelenke etwas kreisen, wäre dabei eine gute Idee. Zusätzlich kannst du bei Asanas wie Trikonasana, Sprinter oder Seitlicher Winkel statt deiner ganzen Hand die Faust am Boden oder auf einem Yogablock absetzen, wenn du bemerkst, dass sich deine Hände/Finger schon zu sehr verkrampfen. 

Zum Schluss bleibt mir noch zu sagen, dass ich hoffe, dass dir meine Tipps weiterhelfen und du fortan entspannter aus deinen Yogaeinheiten gehen kannst.

Alles Liebe und Namasté eure Miriam