Yoga in Ubud

Angekommen im wunderbaren Bali war unser erstes Ziel Ubud, wo wir uns auf ein paar entspannte Tage mit kleinen Ausflügen in die Natur (Reisterrassen, Vulkan, Monkeyforest und Wasserfall) und Yoga freuten.

An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass es beim Reisen teilweise wirklich schwer ist eine regelmäßige Yogapraxis zu finden.  Man ist total viel unterwegs, teilweise verbringt man Stunden in Autos, um von A nach B zu kommen.  Manchmal beginnen Ausflüge schon vor Sonnenaufgang und sind zum einen zwar sehr Energie-Spendend, da es traumhaft ist das Wunder Natur in all seinen Facetten zu erleben, aber zum Anderen machen diese Trips auch müde und Abends sehnt man sich nur noch nach dem Bett. Vor dieser Reise stellte ich es mir viel leichter vor, dass ich jeden Morgen und Abend einfach meine Matte ausrollen werde und zumindest 20-30 Minuten praktizieren kann. Dennoch nehme ich mir zumindest jeden Tag – egal wo und wann – etwas Zeit um ein paar Sonnengrüße, Asanas oder Pranayama zu machen, um meine innere Balance zu halten. In Ubud selbst hatte ich eine tolle eigene Praxis mit Blick auf  Reisterrassen die direkt im Hostel (Puji) waren. Bei meinen fließenden Bewegungen spürte ich wie sehr mir diese Umgebung kraft spendet und ich von Atemzug zu Atemzug und von Bewegung zu Bewegung ruhiger wurde und mich leichter und freier fühlte.

Natürlich habe ich auch das Yoga Barn besucht in Ubud. Von vielen Seiten habe ich schon vor der Reise von diesem tollen Plätzchen gehört. Da ich sehr gerne neue Dinge ausprobiere und gerade durch die vielen Tours etwas müde war, besuchte ich eine Yin Yoga Klasse am Abend. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob das was für mich ist, da ich zu Hause fließende Yogastunden bevorzuge. Ich ließ mich also auf das Neue ein und ging ohne viele Erwartungen in diese Stunde.  Es hat sich ausgezahlt, denn noch nie zuvor habe ich mich so sehr entspannt und verbunden mit mir selbst gefühlt.

Ich versuche die Stunde im Barn nun etwas zu beschreiben:

Zuerst einmal muss ich sagen, dass der offene Raum in dem Yoga praktiziert wird atemberaubend war. Geschützt von den Holzbalken rund um mich, aber dennoch mitten im Gründen. Gemeinsam mit vielen anderen zufriedenen und entspannten Menschen hier zu praktizieren ist wie ein Geschenk, das ich noch lange bei mir tragen werde. Am Beginn der Stunde durfte sich jeder zwei Blöcke, zwei Decken, einen Yogagurt und einen großen Polster auswählen, um diese als Unterstützung während der Asanas verwenden zu können. Ich war vor der Stunde wirklich neugierig für was ich diesen „Haufen“ an Hilfsmitteln gebrauchen werde, da ich zu Hause, wenn überhaupt, nur einen Block oder eine Decke verwende. Die Stunde war durch und durch geprägt von ruhigen erdenden sitzenden oder liegenden Asanas wie „Stellung des Kindes“ oder „Taube“, wo wir uns immer  wieder die Decken und Pölster zur Hilfe nehmen konnten. Das war echt unglaublich entspannend und ich war begeistert davon, dass ich es schaffte in jeder Asana 5-10 Minuten zu verweilen, ohne meinen Gedanken freien Lauf zu lassen oder an die Intensität der Übungen zu denken. Es ging nicht darum wie tief man in eine Asana ging, denn wichtiger war, in jeder einzelnen Position zu entspannen und runterzukommen.

Ich war irrsinnig entspannt und fühlte mich noch nie so sehr verbunden mit der Erde und mir selbst.

Während der Stunde fühlte es sich so an, als wären wir (alle Yogis und Yoginis im Raum)Teil eines großen Baumes. Wir alle waren die Äste und jeder einzelne von uns hatte eine andere Form und unterschiedliche Blätter, aber jeder war auf seine eigene Art und Weise wundervoll. Gemeinsam waren wir EINS.

Ich bin sehr dankbar dafür dieses Erlebnis gemacht haben zu können und kann jedem der nach Bali reist nur empfehlen im Yoga Barn eine Stunde zu besuchen.

Namasté eure Miriam