Meine größte Herausforderung - mein Herzensprojekt

Nächstes Monat werde ich die Favela Rocinha in Rio de Janeiro mein zu Hause nennen. Ja, ich kehre an den magischen Ort, der mein Herz unglaublich berührt hat, zurück. Als Freiwillige, werde ich in einer Schule direkt in der Favela als (Yoga-) Lehrerin arbeiten.

Endlich kann ich euch von meinem Herzensprojekt erzählen. Nachdem ich dieses Jahr im Februar in Rio de Janeiro war und mich diese Stadt sehr bewegt hat, wusste ich, dass ich zurückkehren muss. Es hat sich einfach lange Zeit so angefühlt, als hätte ich dort etwas vergessen, weshalb ich beschlossen habe meinem Ruf des Herzens zu folgen.

JETZT und nicht lange warten...

Es gibt so viele Kinder in Favelas, welche keine oder nur wenige Perspektiven haben beziehungsweise Zugang zu Schulbildung. Lange habe ich mir meinen Plan durch den Kopf gehen lassen und bin zum Entschluss gekommen, dass ich als Freiwillige in einer NGO arbeiten möchte, um genau dort zu helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird.

Das Projekt heißt Projekt Favela und befindet sich in der größten Favela Brasiliensund auch Lateinamerikas. Die Einwohnerzahl wird auf 62.000 (letzte offizielle Erhebung) bis 250.000 Menschen geschätzt. Die Favela ist direkt in einen Hügel gebaut und besteht aus tausenden kleinen Häuschen, wovon viele einen genialen Ausblick auf einen der schönsten Strände Rios, Leblon, haben.

http://www.projectfavela.org/

Warum ich das mache? Was ich dort genau machen werde?

Ich werde so viel Liebe geben wie ich nur kann - das ist mal mein größtes Ziel. Ich will die Kinder zum Lachen bringen und ihnen durch meine Zuneigung etwas Hoffnung schenken. Neben Yoga werde ich dort auch schulische Gegenstände unterrichten, von denen ich aber erst bei meiner Ankunft erfahren werde. Mich erwarten Arbeitstage von 8-10h pro Tag. Morgens betreue ich Vorschüler, am Nachmittag sieben bis 14-Jährige und abends gibt es Englisch-Unterricht für Erwachsene. Da dort brasilianisches Portogiesisch gesprochen wird, lerne ich seit Monaten Vokabel und Grammatik. Ein toller Grund eine Sprache zu lernen, wie ich finde.

Ja, ich werde direkt in der Favela wohnen, als Teil der Community. Mir ist es enorm wichtig, direkt vor Ort zu sein, Einblicke zu erlangen und vielleicht auch an anderen Stellen, wo Hilfe benötigt wird, zu helfen.

Wann geht es los?

Am 18.10. fliege ich mit Freunden zuerst nach Amsterdam auf das Amsterdam Music Festival und von dort aus geht es dann am 23.10 weiter nach Rio. Heimkommen werde ich dann am 1. Dezember und das mit einem Haufen neuer Eindrücke, Erfahrungen und voller Liebe für meine Kinder der Favela :-)

Wie ihr mich unterstützen könnt, damit ich noch mehr Helfen kann?

Im Oktober werde ich zwei Yogaevents veranstalten. Das Ziel ist es Spenden zu sammeln, die ich zu 100% in Favelas in Rio de Janeiro fließen lassen kann. An zwei Sonntagen im Oktober (1. & 8.), werde ich im Practice Yoga Studio, jeweils von 18:00-19:15 Uhr, "Yoga für Rio" unterrichten, gegen freiwillige Spenden. Jeder ist Willkommen dabei zu sein, egal ob du in diesem Yogastudio eingeschrieben bist oder nicht. Ich freue mich auf eure Unterstützung und zwei tolle Yogaabende.

Ich bin mir sicher und habe an Stelle von Angst, Freude!

Ich habe großen Respekt davor, alleine nach Rio zu gehen und in Favelas herumzulaufen sowie dort zu arbeiten. Wie bei all meinen anderen Reisen, werde ich meinen Hausverstand einschalten. Dennoch bleibe ich herzlich und offen, da ich finde jeder Mensch ist gleich und jeder von uns hat sich Respekt verdient, egal ob man auf der Straße in Südamerika oder in einem Schloss in der Schweiz lebt. Mit dieser Offenheit werde ich bestimmt tolle neue Bekanntschaften machen. Ich gehe sehr zuversichtlich nach Rio, da ich weiß, dass die Leute dort spüren werden, dass ich ihnen helfen möchte und eine von ihnen bin. Ganz postitiv gehe ich an die ganze Sache heran und dies ist bislang auf Reisen immer mein Geheimrezept für eine tolle Zeit gewesen.

WE ARE ONE WORLD!!! Diesbezüglich ein sehr tolles Video, was du dir ansehen kannst :-) https://www.youtube.com/watch?v=q0qD2K2RWkc

Ich freue mich irrsinnig auf meine Zeit in Rio sowie auf all meine Freunde, die ich schon jetzt gewonnen habe. Durch soziale Medien (Facebook und Instagram) konnte ich seit meinem letzten Besuch mit vielen Brasilianern in Kontakt bleiben. Also alleine werde ich auf jeden Fall nie sein.

Es ist unglaublich wie groß mein Wunsch danach ist nach Rio zu gehen und Liebe zu geben. Es gibt so viele Dinge die jeder einzelne von uns machen kann, um mehr Liebe in diese Welt zu bringen oder um die Welt ein Stück besser zu machen. Vielleicht regt dich meine getroffene Entscheidung an und du beginnst auch deine Herzenswünsche in die Realität umzusetzen.

Ich werde euch mitnehmen nach Rio, na klar, auf meinem Instagram Account: miriamkoll.yoga, auf Facebook: miriamkoll.yoga und wenn ich Zugang zu Computern bekomme, werde ich natürlich auch versuchen zu bloggen.

Namasté eure Miriam

https://www.youtube.com/watch?v=vdB-8eLEW8g

 

PS: Keine Angst, ich komme wieder. Schon in der ersten Dezember-Woche werde ich meine ersten Yogastunden in Linz abhalten.