Kolumbien - Bogota, Villa de Leyva & Barichara

Schon in den ersten paar Stunden in Bogota begann ich Kolumbien zu lieben. Schritt zurück: um erst mal nach Kolumbien zu kommen, hatten wir eine fürchterliche Nacht in Lima am Flughafen. Warum das so war und was wir in Bogota, Villa de Leyva und Barichara machten, kannst du hier erfahren.

Als Backpacker entscheidet man sich oft nicht für die bequemsten Busse oder Flüge, sondern die günstigsten. In unserem Fall bedeutete dies, um 18 Uhr in Lima zu landen und den Weiterflug nach Bogota um 02:00 Uhr morgens zu bestreiten. Für diese kurze Zeit bucht man sich natürlich kein Hostel, weil man ja Geld sparen möchte. In die Stadt zu fahren war auch keine Option, weil es erstens in Lima zu dieser Zeit sowieso gerade chaotisch war, wegen den Überschwemmungen und Wassermangel und zweitens hatten wir unsere Backpacks, die rund 14 Kilo wogen, dabei. Backpack abgeben hätte an die 20€ gekostet und das wollten wir uns nicht leisten. Also keine andere Wahl, als die ganze Zeit am langweiligsten Flughafen evvvver zu verbringen. Bis auf zwei oder drei Souvenirshops, Schmuckgeschäfte und einer kleinen Foodmall hat es hier nichts gegeben. Zeit um Tagebuch zu schreiben und weitere Ziele zu planen. Aber das ewige warten am Flughafen war dieses mal echt anstrengend, da wir nicht müde waren. Normalerweise suchen wir uns am Flughafen ein ruhiges Plätzchen und chillen uns auf den Boden oder schlafen etwas. Dieses mal eben nicht.

Um 05:00 Uhr sind wir dann endlich in Bogota gelandet. NEUES LAND NEUES GLÜCK ;-)

Wir fuhren mit Uber, was ich in Südamerika, aus Finanziellen- sowie Sicherheitsgründen, wärmstens empfehlen kann, zum Alegrias Hostel. Netterweise durften wir uns noch gratis in eines der freien Betten legen. Yesssssss...

Nach zwei Stunden schlaf war aber der Tatendrang zu groß und wir wollten nur noch aus dem Hostel, um Kolumbien zu erkunden. Nach einem leckeren Mittagessen und einem kleinen Spaziergang entschieden wir uns in die Shoppingarea (Zona T) zu fahren. Das war dann fast ein kleiner Schock. Nach einigen Wochen in Peru und Bolivien, wo es oft nicht mal richtige Lebensmittelgeschäfte gab, wieder in so einem "westlichen" Shoppingcenter zu sein. Aber es tat mal wieder gut und wir konnten uns dabei voll entspannen.

Was wir sonst noch in Bogota machten:

  • mit dem Cablecar rauf zum Aussichtspunkt über Bogota (sehr empfehlenswert)
  • Biketour
  • Graffitis ansehen (da gibt es auch eine Tour die ich empfehlen kann)
  • Fortgehen (das machten wir aber erst am Ende der Reise einen Tag vor dem Heimflug)
  • Kaffee trinken ;-) - beste Kaffee evvvvvver ist in KOLUMBIEN

Ich denke Bogota liebt man oder hasst man einfach. Da spalten sich die Meinungen. Mir hat es total gut gefallen, aber wenn es dir nicht so gefällt, dann verschwende keine Zeit dort und reise gleich weiter in den Norden oder Süden.

Für uns ging es auf eigene Faust weiter zum Bergdorf Villa de Leyva. Da wir einen Zwischenstopp bei einer wunderschönen Salt Cathedral (Salt Cathedral of Zipaquirá) einlegten, gestaltete sich unsere Anreise sehr kompliziert. Die Katedrale kann ich wärmstens empfehlen. Unglaublich wie schön und aufwändig damals in Salz eine Katedrale  in einen Berg gemeisselt wurde. Wirklich beeindruckend. Wir waren  von morgens bis spät abends an diesem Tag in zwei Uber, drei verschiedenen Bussen und ein Stückchen liefen wir zu Fuß, um am Ende in Villa de Leyva anzukommen, wo wir im Everest Hostel schliefen. Ein nettes, sauberes und zentral gelegenes Hostel, aber nichts für Alleinreisende, da es keinen ordentlichen Communitybereich hat.

Was uns schon jetzt auffiel ist, dass die Kolumbianer extremst freundlich und hilfsbereit sind. Wenn die Einheimischen merken, dass man sich momentan nicht auskennt oder sich verlaufen hat, bleiben die Meisten gleich stehen und Fragen, ob man hilfe braucht. Nach Villa de Leyva sind wir eigentlich nur gefahren, weil wir dort eine mehrtägige Wanderung machen wollten, welche unglaublich schön sein sollte. Leider war dann genau zu der Zeit als wir dort waren ein Verbot ausgesprochen worden und man durfte dort momentan keine Wanderunen unternehmen. Scheinbar aus "Umweltgründen". Leider wieder mal Planänderung. So ist das eben beim Reisen. Jeden zweiten Tag Pläne machen und jeden dritten Tag Pläne ändern ;-)

Wir genossen dann einfach einen Tag in der Stadt bevor es uns aber weiter in den Norden bis nach Barichara zog. Dort schliefen wir im wunderschönen Tinto Hostel, welches sogar einen Pool hat. ENDLICH WIEDER BADEWETTER.

Barichara ist wohl die hübscheste Stadt die Kolumbien zu bieten hat. Sie eignet sich perfekt, um abzuschalten, Fotos zu machen, Yoga zu praktizieren und die Ruhe zu genießen. Die Häuser sind hier so schön, dass ich am liebsten vor jedem Haus ein Foto gemacht hätte.

Diese Stadt bietet alles was mein Vegy-Herz begehrt. Schau unbedingt beim Shanti, auf einen gesunden Saft oder leckeres Essen, vorbei ;-). Wir haben meistens selbst gekocht und waren hierfür auf diversen kleinen Märkten einkaufen, da es hier nur einen kleinen und sehr minimalistischen Supermarkt gibt. Also wer auf Shoppen und Party aus ist, der wird in Barichara nicht fündig werden *gg*. In dieser Stadt kann ich euch noch eine kleine Wanderung, zu einem nahegelegenen anderen Dorf (Guane), empfehlen. Von dort aus fährt ca. jede halbe Stunde ein Bus zurück nach Barichara. Nehmt euch Geld für Essen mit, denn dort gibt es ein kleines nettes Familienrestaurant mit Mittagsmenü, um ca. 4€ (Suppe + Hauptspeise und Getränk).

Im nächsten Blogbeitrag wirst du mehr über Santa Marta und die aufregenste Wanderung meines Lebens erfahren.

Alles Liebe und Namasté,

eure Miriam