Bolivien Teil 1 (Tupiza, Uyuni, Botosi)

Was fällt dir spontan zu Bolivien ein? Tja... so ging es mir auch vor meiner Südamerika Reise. Ich wusste überhaupt nicht was mich erwarten wird und kannte davor, so wie wahrscheinlich viele von euch, nur den Titikakasee. Das war ja zu Schulzeiten der "Running Gag". Aber Bolivien hat noch viel mehr zu bieten als nur einen See mit lustigem Namen.

Von Tilcara (Argentinien) ging es mit dem Bus weiter nach Tupiza in Bolivien. An dieser Stelle gleich ein kleiner Tipp: achte beim Grenzübergang darauf, dass sie dir einen Einreisezettel mitgeben, ansonsten wollen sie dir bei der Ausreise 20 Dollar abknöpfen - ein schönes Nebeneinkommen für die Grenzpolizei ;-) Die Anreise nach Tupiza mit den verschiedensten Bussen war sehr unkompliziert und dauerte an die vier-fünf Stunden.

Tupiza ist eine nette kleine Stadt an einem Flussbett, welches aber scheinbar als Autowaschanlage dient. Von dieser Stadt aus sind viele Aktivitäten möglich. Wir haben uns für Reiten und die viertägige Uyuni Salzwüstentour, welche ein MUSS ist beim Bolivienbesuch, entschieden.

Nun zur Uyuni Tour, ein großes Highlight meiner Südamerika Reise. Wir haben mit Ecotours gebucht und können diesen Veranstalter auch wärmstens weiterempfehlen. Hat alles total gut gepasst und der Fahrer war total nett und kompetent. Wenn du kein Spanisch sprichst, kannst du auch fragen, ob ein Übersetzter mitfahren kann. Bei der Tour geht es mit dem Auto zur und durch die Salzwüste. Jeden Tag an die 8-10 Stunden Autofahrt mit vielen genialen Zwischenstops. Ich kann es kaum beschreiben wie schön die Aussicht und die Orte waren an denen wir Halt gemacht haben. Mein eigener Favourit war die "Black Lagoon" und natürlich meine erste Yogastunde im Salzhotel auf über 3000 Metern. Einige Fotos hierzu, denn Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte. Ein paar Tipps zur Vorbereitung auf diese Tour: nimm Klopapier, feuchte Babytücher (für die Katzendusche) sowie Altitude Sickness Tabletten mit und wenn du probleme mit langem Sitzen hast vielleicht auch hierfür ein gutes Mittelchen. Wir hatten ein Aux-Kabel dabei und konnten während den langen Autofahrten tolle Musik hören bzw. für gute Stimmung sorgen.

Nach der Tour ging es für uns weiter bis nach Botosi. In dieser Stadt leben viele Bewohner noch von ihren Tätigkeiten in den nahegelegenen Mienen. Erschütternd unter welchen menschenunwürdigen Bedingungen hier Erwachsene und leider teilwiese auch Kinder arbeiten müssen. Aber diese Stadt hat trotzdem etwas sehr starkes an sich und lebt von Veränderung. Botosi ist einen Besuch Wert, da diese Stadt sehr viel über die bolivianische Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Besonders spannend fand ich das "Mint Museum", denn dort lernt man auch einiges über die Geschichte und aktuelle politische Situation von Bolivien.

Weiter geht es im nächsten Blogbeitrag mit Sucre, La Paz und Titicaca.

Alles Liebe und Namasté,

Miriam