Argentinien

Die längste Busfahrt meines Lebens und eine fette Panne an der Grenze führten mich nach Argentinien.

In Foz do Iguacu dachten wir uns, dass wir besonders schlau sind, wenn wir den letzten Bus an diesem Tag nehmen, um nach Argentinien zu kommen. Um einfach mehr Zeit zum Ausruhen zu haben in Foz - was nach der Hochzeit echt nötig war. Wie sich herausstellen sollte war dies ein Fehler.

Tja an der Grenze bemerkten wir auch wieso..

Die Grenze schließt um acht Uhr und der letzte Bus in Argentinien für die Weiterreise geht um 20:30Uhr. Wäre doch alles glatt gelaufen, wenn nicht auf der Grenze hunderte Touristen gestanden wären und scheinbar die gleiche Idee hatten wie wir. Wir waren wirklich sehr knapp dran. Voll gestresst und mit nettem grinser versuchten wir uns bei dem einem oder anderen Touristen vorzudrängen, was aber auch nicht viel brachte. Das zweite Mißgeschick, was aber eigentlich sogar ein günstiger Zufall für uns war: eine Stunde Zeitverschiebung und zwar nach hinten-wuhuuu, das ließ uns dann noch weiter daran glauben, dass wir an diesem Tag nicht auf der Grenze schlafen müssen.

Da wir wussten, dass wir unseren Anschlussbus schon gebucht haben und dieser echt nicht günstig war, wussten wir es rechzeitig an den Busbahnof in Argentinien schaffen. Zum glück hat uns beim ersten Autostoppversuch dann auch gleich ein älteres argentinisches Päärchen aufgeschnappt und uns lieberweise bis zum 20-minütig entfernten Bahnhof gebracht. Danke an dieser Stelle an alle Leute die ab und an mal Autostopper mitnehmen.

Ende gut alles gut. Wir haben den Bus erreicht und unsere 40 stündige Bustour konnte beginnen. Ich weiß, 40 Stunden hört sich echt lange an und ich kann euch sagen, sie sind auch lange ;-) Viel Zeit zum lesen, Chips und Kekse essen sowie aus dem Fenster schauen.

Aus Fehlern lernt man deshalb gebe ich euch den Tipp mit lieber etwas früher zu Busbahnhöfen zu fahren und immer abchecken, wann die Grenze schließt bzw. ob es im Land wo du hinreisen möchtest nicht vielleicht eine Zeitverschiebung gibt - das spart unnötigen Stress;-)

Diese Tortour hat sich aber auf jeden Fall ausgezahlt, da wir am Ende in Tilcara angekommen sind. Ein nettes beschauliches dörfchen umzingelt von bunten Bergen. Hier kann ich auf jeden Fall das Hostel La Albahaca (http://www.hostelworld.com/hosteldetails.php/La-Albahaca-Hostel/Tilcara/24595) empfehlen, wo du mit bezauberndem Ausblick auf der Dachterrasse frühstücken kannst. Von dieser Stadt aus fuhren wir mit öffentlichen Bussen (einfach zum Busbahnof laufen und Ticket vor Ort kaufen) zu dem siebenfärbigen Bergen und den 14-farbigen Bergen, die auf 4320m liegen. Es empfiehlt sich ein zwei Tage in Tilcara zu bleiben, bevor du das erste mal in diese Höhen kommst, um deinen Körper langsam an diese Veränderung anzupassen. Unglaublich diese Farben. Da bleibt einem auf jeden Fall die Luft weg, wenn nicht vom sagenhaften Ausblick, dann von der dünnen Luft da oben.

Da unsere Zeit auf dieser dreimonatigen Reise begrenzt war und Argentinien eigentlich nicht am Programm stand, war das unser einziger Ziwischenstopp dort. Argentinien ist auf jeden Fall eine Reise wert, alleine schon wegen dem leckeren Essen.

Es geht weiter nach Bolivien.

Alles Liebe und Namasté,

Miriam